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Gemeinde Kindertheaterfest |
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Für mich ein sehr eindrückliches Erlebnis. Über 250 Kinder und Begleitpersonen aus ganz Europa (Deutschland, Litauen, Luxemburg, Tschechien und der Schweiz) bevölkerten für eine Woche die Gemeinde Turgi und spielten hochstehendes Theater und liessen sich in Work-Shops ausbilden. Viele Helfer aus Turgi und der weiteren Region machten es möglich die Kinder unterzubringen, zu verpflegen und den ganzen Betrieb eine Woche aufrecht zu halten. Gemeinsam mit den Kindern und Begleitpersonen konnte eine eindrücklich 1. August Feier erlebt werden. Hier zwei Artikel der Rundschau und des AZ:
Stück
ohne Titel oder die ganze Wahrheit über die Helvetik» ist der
Beitrag des Kinder- und Jugendtheaters Turgi zum Jubiläumsjahr des
Kantons Aargau, das ab dem 24. Oktober fünf Mal in der Mehrzweckhalle
zu sehen ist. «Wir
fragten uns, was genau verbirgt sich hinter der Geschichte 150 Jahre
Bundesstaat und 200 Jahre Helvetik», erzählt Doris Janser, Leiterin
des Kinder- und Jugendtheaters Turgi. Gemeinsam mit den Kindern und
Jugendlichen suchte sie in den Museen nach der Wahrheit dieser
historischen Geschichte. An den wöchentlichen Theaterproben griffen
sie einzelne Themen auf. Es wurde nachgelesen, gefragt, diskutiert und
improvisiert. Teil für Teil fügten sie wie bei einem Puzzle während
eines Jahres zu einem hervorragenden Theaterstück zusammen. Mit «Stück
ohne Titel oder die ganze Wahrheit über die Helvetik» leistet das
Kinder- und Jugendtheater einen bemerkenswerten Beitrag zum Jubiläumsjahr
Allons-y, Argovie. Zeitreise in die VergangenheitVöllig
abgestumpft und ohne Gefühle leben die Menschen auf dem
Plastikplaneten Erde. Sie mussten die Erde verlassen, da diese sich
regenerieren muss. Auf Erde ist alles anders. Mittels
Gleichschaltungstraining werden die Kinder zur Gefühllosigkeit
erzogen. Durch Zufall finden vier schon gleichgeschaltete Kinder ein
Stück blauen Stoff einer alten Frau. Auf der Suche nach ihrem blauen
Stoff begegnet sie den Kindern. Die Polizei mischt sich ein und
verhaftet die Alte. Verzweifelt ruft sie den Kindern zu, sie sollen
die Erde und deren Geschichte suchen. Die Kinder fliehen und reisen
durch Raum und Zeit. Ein grosser Herrscher weist den Kindern den Weg
zur Erde und zur Zeit der Helvetik. Da entdecken sie die Natur. Was
ist Natur und was ist Leben, fragen sie sich. An
Festivals der Besten eingeladen Das
Stück führten sie zum ersten Mal ; am 2. Internationalen
Kindertheaterfestival in Turgi im vergangenen Sommer auf. Sie ernteten
damit viel Lob und Anerkennung und wurden von Litauen und der
Tschechei zur Teilnahme an Theatertreffen eingeladen. Das ist eine
besondere Ehre, denn an diese Theaterfestivals sind nur die Besten
eingeladen. Die neuste Produktion ist ein abwechslungsreiches Theaterstück, das die Geschichte klar und spannend aufzeigt. Toleranz als
Grundwert Turgi
Internationales Publikum an der Nationalfeier Als Volkfest mit Blick über die Schweizer Grenze hinaus gestaltete sich die Nationalfeier in Turgi. Den internationalen Anstrich hat das Fest durch die vielen kleinen Theatergäste bekommen, die derzeit am Kindertheaterfestival teilnehmen. Die
1.August-Feier der Gemeinde Turgi wurde als ein Bestandteil des
Internationalen Kindertheaterfestivals durchgeführt und erhielt
dadurch einen besondern Anstrich. Die Gemeinde griff etwas tiefer als
üblich ins Portemonnaie und offerierte allen Gästen
einen Imbiss. Die Bevölkerung von Turgi und Umgebung dankte dies mit
einem grossen Aufmarsch. Ein voller Mehrzwecksaal im Gut mit rund 750
Teilnehmern durfte eine bunte, lebendige Feier erleben, umrahmt von
Musik, Theater und kurzweiligen Festansprachen. Gemeindeammann Peter
Heiniger eröffnete den Reigen mit einer Begrüssung der Festkulisse,
bestehend aus Einheimischen sowie über 250 Gästen aus verschiedenen
Teilen Europas. Er stellte für die Gäste den historischen Bezug des
Nationalfeiertags her und blätterte ins Jahr 1291 zurück. Heinigers
Ansprache war jedoch nicht auf die Schweiz, ihre Vergangenheit und
Zukunft fixiert, sondern galt als Appell für Toleranz im engen
nachbarlichen wie im weiteren Kreise. Er verwies auf den Ausländeranteil
an der Gemeindebevölkerung von 33% (aus 40 Nationen) und nahm die
Anwesenheit der internationalen Gäste zum Anlass, um mehr Verständnis
gegenüber Ausländern und andern Kulturen zu fordern. Einen
Farbtupfer lieferten danach die Gruppen mit den jugendlichen Theatergästen,
die sich auf unterhaltsame Weise dem Publikum vorstellten. Walter
Benz, OK-Präsident des Kindertheaterfestivals, setzte den
Schlusspunkt des offiziellen Teils. Er sprach in sämtlichen Sprachen
der zu Gast weilenden Theatergruppen seinen Dank aus, nicht zu- letzt
an die Adresse der Helferschar, die unter grossem Einsatz dieses Fest
erst ermöglicht hatte.
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